Wird Google eine Bildagentur?

 
Tuesday, 01.09.2020

Brandaktuell erreichte uns in gestern die Nachricht: Seit heute finden Bildsuchende bei Google Images nicht nur Bilder, sondern auch einen direkten Link zum Kaufen einer Lizenz. Damit hat der Marktführer unter den Suchmaschinen zwei Jahre nach einer entsprechenden Diskussion zu diesem Thema auf der CEPIC 2018 seine Hausaufgaben gemacht und das damals angekündigte Siegel („Dieses Bild ist lizenzierbar“) als wichtige Funktion in die Suche integriert.

Wird ihnen vielleicht grad etwas schummrig?

Dann holen Sie sich doch unser Wissen ins Haus, um das Thema für Sie und alle, die Bilder suchen und einkaufen einzuordnen. Am besten mit einer Web-Session. Termine, Zeiten und Kosten klären wir – hier können Sie sich unverbindlich anmelden.

Über die Filter in der Suche können sich Google Nutzer sogar ausschließlich Bilder zeigen zu lassen, die mit Lizenzinformationen bestückt sind. Im Dropdown-Menü zu den Nutzungsrechten lässt sich zwischen Creative-Commons-Lizenzen, kommerziellen oder anderen Lizenzen wählen. Ein Link führt dann ggf. zu den Lizenzdetails.

Da uns dieses Thema wichtig ist, haben wir diese Seite freigeschaltet, die wir regelmäßig aktualisieren. Stay tuned!

Wird Google also eine Bildagentur? 

Nein – so die Aussage der Produktmanager auf der CEPIC 2019 in Paris. Wir vermuten warum nicht: Der Markt ist einfach zu klein (geschätzt auf 3 bis 5 Mrd. US-$), zu zerrüttet, um hier als Konkurrenz aufzutreten. Das Google-Prinzip, fair und nicht-diskriminierend zu sein, mag ein hehres Ziel sein. Das Getöse, wenn Google sich in diesen Markt einmischen wollte, wäre sicher lauter als der mögliche Gewinn.

Keine Bildagentur also, aber eine erweiterte Bildersuche, die sich klar im Sinne einer verantwortungsvollen Verwendung von Bildern positioniert. Ob und wie die neuen Funktionen von Nutzern angenommen werden, das werden wir Ihnen in diesem Artikel aufzeigen, den wir regelmäßig aktualisieren.

Noch spannender ist allerdings die Frage: Wer wird diese Funktion nutzen, um seine Bilder hier anzubieten? Natürlich sind Anbieter wie Getty Images auch mit istock oder Dreamstime schon dabei. Siehe Screenshot oben. Aber auch Websites wie Freepik, unsplash und Co. werden auf den Zug springen, und das mit nicht ganz „koscheren“ Bildern – fehlende Rechte für die Personen auf den Bildern, versteckte Bedingungen wie “kostenlos, aber mit der Pflicht zur Namensnennung” werden dafür sorgen, dass auch Problemfälle als “Lizenzierbar” aufpoppen. Fallensteller könnten ihre Chance wittern. Und es wird auch sichtbar, wie oft Fotografen ihre Bilder und bei welchen Plattformen platzieren. Google wird die Anbieter aber nicht ranken, wird auch keine Filter einbauen à la “Dieses Bild zeigen wir einmal – und es kommt von diesen 20 Websites”.

Was bedeutet das für Kreativ-Agenturen und Unternehmen?

Klar: Wir sind keine Seher. Aber manche Dinge entwickeln sich sehr schnell - und Kreative sind immer flott dabei. Das ist gut so. Und wir geben unseren Input gern in einer Web-Session. Fragen Sie einfach nach einem Termin.

Was meinen Sie?

Wird das Ihre Arbeit beeinflussen? Sehen Sie Chancen, Gefahren, Stresspunkte? Entstehen Ideen, wie sich diese Neuerung für Sie nutzen lässt, technisch oder organisatorisch?
Schreiben Sie uns.


Veröffentlicht am Tuesday, 01.09.2020 12:09
Kategorien: Thema des Monats Bildagenturen Bildrecherche Google Bildersuche

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