Unsplash, pexels, pixabay & Co
Wir Bildbeschaffer werden ja nicht nur um Recherchen gebeten. Oft sollen wir bereits vorliegende Bilder lizenzieren - für eine Kampagne, für ein Social Media Posting oder die schnelle Powerpoint-Präsentation des Vorstands. Natürlich ist es interessant, wenn ein Portal Bilder auch kostenlos anbietet. Die Angebote der Datenbanken von pexels, pixabay und unsplash haben sich so schnell rumgesprochen, dass auch viele Vertriebler, Kreative und Zahlenfüchse dort reinschauen.
Jetzt sollte man von einem professionellen Bildbeschaffer erwarten, dass ihm oder ihr die Haare zu Berge stehen. Ja, das tun sie. Wir gestehen. Oft. Aber halt nicht immer. Und deshalb prüfen wir die Bilder gern für Sie: Gibt das Portal tatsächlich eine kostenlose Lizenz ohne weitere Bedingungen heraus? Passt die Lizenz zur geplanten Nutzung? Arbeitet der Fotograf professionell und ist der Fotograf auch wirklich der Uploader? Sind Personen-, Marken- oder andere Rechte zu beachten? Passt die technische Qualität des Bildes?
Denn leider fehlen zu den Bildern oft die entsprechenden Rechte, die ein Unternehmen braucht, um sie zeigen und speichern zu dürfen. Das Kopieren eines JPGs ist schnell geschehen – dass aber hier Persönlichkeitsrechte, Marken oder – siehe am Beispiel Eisbär aus unserem Thema des Monats März 2019 – auch geklaute Bilder angefasst werden, ist manchmal wirklich schwierig zu erkennen. Wir schrieben bereits im November 2017 zu zwei Beispielen.
Möchten Sie Bilder von pexels, pixabay und unsplash prüfen lassen? Dann schicken Sie uns die Bilder gern über unser Briefing-Formular oder per Mail.
Hier einmal ein paar Beispiele aus dem Fundus von unsplash:
Lego symbolisiert viel - aber ungefragt? Ist das Kind erkennbar? Dieses Bild bringt 410.000 Treffer auf Google:

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash
Da hat jemand aus seinem letzten Shopping-Trip etwas gebastelt:

Photo by Hello I'm Nik on Unsplash
Diese Dame ist nicht erkennbar, insofern kann das Bild unhinterfragt genutzt werden. Oder?

Photo by Brooke Cagle on Unsplash
Übrigens: Unsplash Bilder müssen NICHT mit einem Bildnachweis veröffentlicht werden. Aber:

Soweit nur ein paar Beispiele. Lassen Sie uns gern Ihre Funde prüfen.
Oder liegen schon viele Bilder in Ihrer Datenbank? Da räumen wir gern auf.
Oder möchten Sie, dass wir Ihr Team einmal zu den Gefahren bei Bildern aus diesem heiklen Internet schulen? Als Webinar oder in Ihrem Hause? Wir sind gern für Sie da.
Nachtrag 23.08.2019
Wie uns die ITPC hier daran erinnert, werden vor allem von den Gratis-Plattformen alle Metadaten in den Bildern gelöscht, sowohl IPTC als auch die Kameradaten EXIF. Was bereits in einigen Ländern als Unerlaubte und damit verbotene Bearbeitung der Bilder gilt.
Wenn Sie möchten, einmal pro Monat als Magazin per Email.
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